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Besten Dank an Barbara Enders
und
Die ON-Redaktion
für den Bericht und die Bilder

Feuer, Wasser, Erde, Luft - Elemente der 4. Auflage von Braveheart Battle




Feuer, Wasser, Erde, Luft - Elemente der 4. Auflage von "Braveheart Battle"

Fotos (102): Barbara Enders

Was für eine Schlammschlacht!

10.03.13 - MÜNNERSTADT - Der härteste Lauf dieser Art in Deutschland - und einer der härtesten in Europa: der Braveheart-Battle, dessen mittlerweile vierte Auflage am gestrigen Samstag das kleine fränkische Städtchen Münnerstadt in den Ausnahmezustand versetzte. 3000 Teilnehmer waren angetreten, um den Kampf der tapferen Herzen zu bestehen. Die Läufer kommen aus ganz Deutschland, Europa und sogar Australier, Mexikaner und Amerikaner hatten sich für 2013 angemeldet. Bei dem Wettbewerb galt es in diesem Jahr eine Strecke von 26 km zu laufen, gespickt mit allerlei Hindernissen und Schikanen. Das Hangeln an einer Stahlrohrkonstruktion über den Fluss Lauer ist noch eine angenehme Hürde, auch das Überwinden der Strohwand scheint bequem lösbar, angesichts der Erdhügel mit anschließenden Schlammlöchern oder der Flussquerungen bei kühlen Temperaturen. Das Orgateam hatte die Hindernisse so geschickt platziert, dass auch die Zuschauer auf ihre Kosten kamen. 15.000 sollen es im vergangenen Jahr gewesen sein, diese Zahl scheint auch 2013 erreicht worden zu sein.

Gestartet wurde in mehreren Startblöcken mit einem Zeitabstand von fünf Minuten am Sportplatz außerhalb Münnerstadts, in der sogenannten „Braveheart-Arena". Gleich zu Beginn des Laufes war dieses Jahr ein zwei Kilometer langer neuer Streckenabschnitt eingebaut worden, um das Läuferfeld zu entzerren. Auf diesen 2000 Metern musste die eiskalte Lauer dreimal durchquert werden, bevor die Teilnehmer am nördlichen Ortseingang auf eine Ansammlung von Hindernissen kamen, die viele Zuschauer von den beiden Brücken aus perfekt einsehen konnten.

Am Bauhof wurde dann eine regelrechte Schlammschlacht geschlagen. In den sogenannten „Lanoph Fields" galt es in mehrere tiefe Schlammgruben hinein zu rutschen und an den glitschigen Wänden wieder hinauf zu klettern, bzw. sich dort irgendwie wieder hinauf zu arbeiten. Hier war Teamgeist gefragt, denn kaum einer kam von alleine wieder aus diesen Schikanen heraus. Übrigens sind rund 70 Prozent der gemeldeten Läufer Teamplayer, die in Gruppen mit mindestens fünf Mitgliedern antreten.

Die schlammverschmierten Läufer konnten sich kurz darauf wieder rein waschen. An der nächsten Station wartete eine Wand darauf unterquert zu werden, der „Devils Corner"! Große wassergefüllte Container standen zum Abtauchen bereit, allerdings war das Wasser nach Querung der ersten Hundert Bravehearts nicht mehr zum Säubern geeignet. Am Reichenbacher Regenrückhaltebecken folgte die bekannte Schwimmstrecke, danach galt es auf den Knien robbend den 55 Meter langen Schlammtunnel zu bezwingen, um anschließend die Hürden mit lodernden Flammen zu überspringen.

Das Wetter bot allerdings gute Rahmenbedingungen. Anders als im ersten Jahr des Laufes gab es keinen Frost, nach zwei Stunden zeigte sich kurz die Sonne und mit über zehn Grad waren die Temperaturen ideal. Überall waren Rettungskräfte von Wasserwacht, Bergwacht und Rotem Kreuz vertreten, wie zum Beispiel am Bauhof, wo schon knapp anderthalb Stunden nach dem Start eine junge Frau in ein Schlammloch stürzte und sich verletzte. Auch die Rettungskräfte durften sich nicht scheuen mit Wasser und Schlamm in Kontakt zu kommen. Aus diesem Schlammloch konnte die Verletze durch den Einsatz der Bergwacht geborgen werden. Die Strecke von 26 Kilometern mit 45 Hindernissen und insgesamt 2400 Höhenmetern mussten nach fünf Stunden überwunden sein. Die Anmeldungen für den Lauf 2014 haben bereits begonnen unter www.braveheartbattle.de (ara)+++


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